Lebenslauf       

 

Die musikalische Poetik von  Mauricio Sotelo         – »Seine Werke zeichnen sich durch eine innere Architektur feinster Klang-organismen aus, die

das Ergebnis eines subtilen Kompositionsprozesses sind«

(Susanne Stähr, München 1999) –

hat  sich regelmäßig dem schwingenden Universum des Cante hondo, des Flamenco-Gesangs, genähert, und zwar immer aus der Perspektive der „Mikro-Qualitäten des Klangs“, wie der Komponist selbst das nennt. Sotelo erhebt den Charakterzug des Flamenco als eine orale Tradition zu einer echten „magischen Kunst der Erinnerung“ – dies verstanden in jenem Sinn dieser Worte, wie sie Giordano Bruno (1548-1600) prägte, um diesen Gesang in ein ungewöhnliches und sphärisches Gebäude der Erinnerung zu verwandeln.

Er hat dabei mit Flamenco-Sängern wie Enrique Morente,  Carmen Linares, Esperanza Fernández, Marina Heredia, Eva Durán, Pitingo, Rafel de Utrera, Arcángel, Miguel Poveda , oder mit dem grossen flamenco gitarristen Juan Manuel Cañizares, zusammen-gearbeitet.

Die unverkennbare, ausdrucksstarke musikalische Sprache Sotelos wird heute als Flamenco-Spektrale bezeichnet.

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